deine stimme zu Finanzbildung

Die Zukunft der Finanzbildung liegt in deiner Hand!

Finanzbildung ist für viele junge Menschen wichtig, aber leider ungleich verteilt. Sie hängt häufig davon ab, welche Schule besucht wird, aus welchem Umfeld Jugendliche kommen oder welche Voraussetzungen sie mitbringen. Genau deshalb ist Finanzbildung eine Frage der Chancengerechtigkeit!

Der YEP Jugendbericht Finanzbildung 2026 ist im Rahmen des Finanzbildungsmonitoring durch YEP und FLiP bereits die dritte partizipative Studie zu diesem Thema. Der Bericht widmet sich vertieft den Themen digitale Finanzwelt, Online-Gefahren und finanzielle Belastungen junger Menschen.

Deine Stimme zu Finanzbildung Megafon

Ein Auszug der Ergebnisse

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72% der AHS-Schüler*innen geben an, in der Schule nichts über Geld zu lernen. Bei den BHS-Schüler*innen sind es nur 17%.

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46% der Jugendlichen aus finanziell weniger abgesicherten Haushalten fühlen sich nicht gut auf ihre Zukunft vorbereitet.

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43% der Mädchen fühlen sich nicht gut auf ihre finanzielle Zukunft vorbereitet.

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73% der Jugendlichen möchten mehr über Geld und Finanzen in der Schule lernen.

„Finanzen sind alltäglich, dennoch wissen so wenige wirklich etwas darüber.”

„Ich glaub, ich kann nicht gut mit Geld umgehen. Ich wurde nicht gut vorbereitet.”

„Finanzbildung bedeutet, zu wissen, wie man Geld verdient, aber auch, wie man es sinnvoll einteilt und ausgibt.”

„Bitte klärt auf in der Schule, auf Social Media, überall... Schuldenfallen, Falschinvestitionen und schlechte Kaufentscheidungen in jungen Jahren können das ganze restliche Leben beeinflussen.”

„Ich wünsche mir, dass es zum Alltag wird, über Finanzen zu sprechen und dass man es nicht als unhöflich ansieht, wenn jemand fragt, wie viel man verdient.”

„Finanzielle Unsicherheiten und Ängste kommen jetzt schon hoch. Es gibt kein Gefühl der Sicherheit. Auch der Jobbereich stresst mich.”

„Ich wünsche mir, dass wir Jugendlichen in der Schule darüber informiert werden, weil uns das mal wirklich was für unser späteres Leben bringt.”

Forderungen der Jugendlichen

1. Finanzbildung als fixer Bestandteil des Unterrichts

Die mit Abstand häufigste Forderung der Jugendlichen ist, dass Finanzbildung in allen Schulen verpflichtend verankert werden soll, unabhängig vom Schultyp. Viele Jugendliche kritisieren, dass Themen wie Steuern, Verträge, Budgetplanung oder Investitionen derzeit stark vom besuchten Schultyp abhängen. Besonders Schüler*innen aus allgemeinbildenden Schulen berichten, kaum auf finanzielle Alltagsfragen vorbereitet zu werden. Viele Jugendliche fordern daher ein eigenes Unterrichtsfach, verpflichtende Module oder eine stärkere Integration in bestehende Fächer. Immer wieder betonen Jugendliche dabei, dass Schule auf das „echte Leben“ vorbereiten sollte und Finanzbildung dafür besonders wichtig ist.

2. Mehr Praxisbezug statt theoretisches Wissen

Ein zweiter zentraler Wunsch betrifft die Art der Vermittlung. Jugendliche wünschen sich alltagsnahe, konkrete und praxisorientierte Inhalte. Besonders häufig genannt werden Themen wie Steuererklärung, Miet- und Handyverträge, Kredite, Versicherungen, Budgetplanung oder Arbeitnehmerveranlagung. Viele Jugendliche kritisieren, dass bestehende Angebote oft zu oberflächlich oder zu theoretisch seien. Gewünscht werden stattdessen Workshops, Fallbeispiele, Planspiele oder praktische Übungen. Finanzbildung wird dabei vor allem dann als sinnvoll erlebt, wenn sie unmittelbar im Alltag anwendbar ist.

3. Mehr Wissen zu Investitionen und Vermögensaufbau

Ein besonders stark wachsendes Interesse zeigt sich beim Thema Investieren. Viele Jugendliche möchten lernen, wie man Geld sinnvoll spart, anlegt und langfristig Vermögen aufbaut. Genannt werden unter anderem Aktien, ETFs, Kryptowährungen oder Immobilien. Gleichzeitig wird deutlich, dass Jugendliche sich dabei mehr Orientierung und seriöse Informationen wünschen. Social Media spielt hier eine große Rolle: Viele junge Menschen kommen dort erstmals mit Investment-Themen in Kontakt, erleben aber gleichzeitig unrealistische Versprechen und potenziell irreführende Inhalte. Der Wunsch nach unabhängiger und verständlicher Aufklärung zu Investitionen zieht sich daher durch viele Forderungen.

4. Schutz vor Schulden, Betrug und Online-Risiken

Ein weiterer zentraler Themenbereich ist der Wunsch nach mehr Aufklärung über finanzielle Risiken. Jugendliche fordern mehr Wissen zu Online-Betrug, Scams, Ratenzahlungen, Online-Shopping oder Konsumdruck durch Social Media. Besonders häufig wird erwähnt, dass junge Menschen lernen sollten, Schulden zu vermeiden, Angebote kritisch zu hinterfragen und sicher mit digitalen Bezahlsystemen umzugehen. Finanzbildung wird hier nicht nur als wirtschaftliche Kompetenz verstanden, sondern auch als Schutzmechanismus vor Abhängigkeit, Betrug und finanziellen Fehlentscheidungen.

5. Offener über Geld sprechen und Chancengerechtigkeit schaffen

Viele Jugendliche wünschen sich außerdem, dass Geld und Finanzen weniger tabuisiert werden. Sie fordern mehr Gespräche über Geld: sowohl in der Schule als auch zuhause. Gleichzeitig wird deutlich, dass Jugendliche sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen: Manche lernen viel in der Familie, andere kaum. Deshalb wird Finanzbildung auch als Frage der Chancengerechtigkeit gesehen. Mehrfach wird betont, dass alle jungen Menschen – unabhängig von Herkunft oder familiärem Hintergrund – Zugang zu verständlicher Finanzbildung haben sollten. Finanzwissen soll nicht vom Elternhaus abhängen, sondern allen gleichermaßen zugänglich sein.

Über das Projekt

Angesichts zunehmender finanzieller Unsicherheit braucht es starke Finanzbildung für junge Menschen! Der YEP Beteiligungsprozess zu Finanzbildung bietet Jugendlichen die Möglichkeit, genau hier mitzureden und mitzugestalten. Mithilfe eines Jugendbeirats, Co-Creation-Schulworkshops und einer groß angelegten quantitativen Umfrage, entscheiden Jugendliche mit, wie Angebote zur Finanzbildung im Financial Life Park (FLiP) für junge Menschen aussehen sollen. Die Ergebnisse des Prozesses fließen in den YEP Jugendbericht Finanzbildung ein.

Das Ziel: Die Finanzbildung zukunftsfit zu machen, echte Partizipation erlebbar zu machen, das Vertrauen in die Demokratie zu stärken und Selbstwirksamkeit für Jugendliche zu ermöglichen.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von YEP - Stimme der Jugend und FLiP - Financial Life Park.

Berichtübergabe Juni 2026

Übergabe des YEP Jugendberichts Finanzbildung an Gerda Holzinger-Burgstaller (CEO Erste Bank).

Powered by: Jugendbeirat Finanzbildung

Eine wichtige Säule des Projekts bildet der Jugendbeirat Finanzbildung. Er bietet Jugendlichen die Möglichkeit, direkt mitzureden und mitzugestalten. Als Mitglieder bringen sie ihre Perspektiven und Ideen ein und entscheiden mit, wie Angebote zur Finanzbildung im Financial Life Park für junge Menschen aussehen sollen. Außerdem wirkt der Jugendbeirat bei der Erstellung des YEP Jugendberichts Finanzbildung mit und präsentiert diesen zu Projektende vor relevanten Entscheidungsträger*innen. 

Danke für eure Arbeit - Lara, Anna, Amadeja, Raphael, Elena, Magdalena, Melek, David, Emil, Clemens, Elham!

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Timeline

Das Projekt zu Finanzbildung findet nunmehr zum dritten Mal statt. Seit 2021 wird im Rahmen eines bundesweiten Beteiligungsprozesses die Perspektive junger Menschen zur Finanzbildung erhoben, analysiert und sichtbar gemacht. Ziel ist es, Finanzbildung evidenzbasiert weiterzuentwickeln, VON und FÜR junge Menschen.

2021 – #WissenMachtSicher: Der Auftakt
2021 wurde erstmals ein partizipativer Jugendbericht zur Finanzbildung umgesetzt. Über 800 junge Menschen aus allen Bundesländern beteiligten sich an Workshops, Fokusgruppen und einer bundesweiten Umfrage. Hier gibt's den Bericht zum Download.

2023/2024 – Zweite Erhebung: Finanzbildung im Realitätscheck
Zwischen September und November 2023 wurde der Beteiligungsprozess neu durchgeführt und der YEP Jugendbericht Finanzbildung 2024 veröffentlicht. 1.879 junge Menschen brachten sich dabei aktiv ein - mehr als doppelt so viele wie 2021.

2026: Dritte Projektphase
2026 wird der Beteiligungsprozess erneut durchgeführt.

Wirkung des Projekts

  • Über 2.600 beteiligte junge Menschen bundesweit evidenzbasierte Weiterentwicklung von Finanzbildungsangeboten
  • Stärkung der Jugendperspektive im öffentlichen Diskurs
  • Sensibilisierung für Bildungsungleichheiten

Jugendbeirat Finanzbildung im FLiP

IF IT'S ABOUT THEM, DON'T DO IT WITHOUT THEM

Wenn es um junge Menschen geht, darf nicht über sie hinweg entschieden werden. Jugendliche sind Expert*innen ihrer eigenen Lebensrealität: Sie wissen am besten, welche Fragen sie zu Geld beschäftigen und welche Kompetenzen sie wirklich brauchen. Deshalb müssen ihre Perspektiven gehört, ernst genommen und in Entscheidungen eingebunden werden.

Mit dem Projekt „Deine Stimme zu Finanzbildung“ schaffen wir genau diesen Raum: Jugendliche haben die Möglichkeit, ihre Erfahrungen, Wünsche und Herausforderungen rund um das Thema Finanzen einzubringen. Ihre Stimmen fließen in die Weiterentwicklung von Finanzbildungsangeboten ein und tragen dazu bei, dass diese näher an der Lebensrealität junger Menschen sind. Denn gute Finanzbildung entsteht nicht für junge Menschen, sondern mit ihnen.

Deine Stimme zu Finanzbildung

Ein Projekt von YEP - Stimme der Jugend in Kooperation mit FLiP - Financial Life Park.

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